Petri Heil & Willkommen
AV Sonnenberg e.V.„Leidenschaft ist der Motor unseres Tuns”
Leckeres aus Topf und Pfanne
Fischfilet Strindberg – Von Nico & Uwe
Heute möchte ich Euch eines meiner Lieblingsfischrezepte vorstellen. Ein Angelfreund aus Dresden (Danke Falk) hat mir das Rezept vor vielen Jahren empfohlen. Seitdem kommt es bei mir regelmäßig auf den Tisch. Am Besten geeignet ist dafür Dorschfilet, weil es schön dick ist. Aber es eignen sich alle Fischarten, die festes und grätenfreies Fleisch haben. Da vom letzten Norwegentripp leider kein Dorsch mehr im Gefrierfach war, habe ich hier Seelachs genommen. Aber auch mit Zander schmeckt es sehr lecker!
Zutaten (für 2 Personen)
- 2 Fischfilets
- mittelscharfer Senf
- 2 kleine Zwiebeln
- ca. 10 Cornichons
- 3 EL Mehl
- 2 Eier
- Salz & Pfeffer
- Butterschmalz oder Öl zum Braten
Bartkartoffeln
- 7-8 gekochte Kartoffeln
- gewürfelter Speck
- 2 kleine Zwiebeln
- Salz & Pfeffer
- Majoran
- Knoblauchpulver
- Paprika
Zubereitung Fischfilet:
Zuerst die Gurken und die Zwiebel in sehr kleine Würfel schneiden und gut vermischen. Anschließend die Fischfilets etwas mit Salz und Pfeffer würzen und in Mehl wenden. Eine Seite dünn mit Senf bestreichen und anschließend noch einmal in Mehl wenden. Dann in die Gurken-Zwiebel-Panade tauchen und fest andrücken. Anschließen im gequirlten Ei wälzen.
Jetzt Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, bis es gut heiß ist. Die panierten Filets mit der Panadeseite nach unten vorsichtig hineinlegen. Filets ca. 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze von beiden Seiten braten, bis sie schön goldbraun und durchgegart sind.
Und die Bratkartoffeln:
Speck in der Pfanne auslassen. Kartoffeln in Scheiben schneiden und mit in die Pfanne geben bis sie schon angebraten sind. Anschließend gewürfelte Zwiebel und Gewürze nach Gusto zugeben.
Lasst es Euch schmecken!
– Uwe –
In Butter gebratener Hornhecht mit Rosmarin-Bratkartoffeln und dazu ein Glas Reserva – von Jörg
Man gehe gemütlich Angeln und fange sich einen großen dicken Hornhecht!
Das reicht für eine Portion, für 2, müsst Ihr den Köder also noch einmal ins Wasser tunken…Petri!
Die Zubereitung ist denkbar einfach:
Zutaten (für 2 Personen)
- 2 Dicke Hornis
- 6 Kartoffeln
- frischer Rosmarin
- die gute Butter
- Salz & Pfeffer
- Zitrone
Die Fischis am besten schon am Wasser vom Schuppenkleid befreien. Die sitzen ja eh ganz lose. Vorsichtig ausnehmen. Wer eine große Pfanne hat und etwas für`s Auge möchte, den Kopf am ersten Stück dran lassen.
In pfannengerechte Stücke schneiden, also so 10-15 cm lang.
Ein bis zwei Stunden in einer normalen Salzlake liegen lassen. Ich nehme etwa 100 Gramm Salz auf 3-4 Liter. Das reicht damit die Fischis bedeckt sich ausruhen können.
Dann schon mal die leckeren festkochenden Kartoffeln schälen oder gut abwaschen und mit Schale (gesund) in Scheiben schneiden. Backblech guuut ölen, die Scheiben drinnen wenden und mit Salz und Pfeffer leicht bestreuen und einiges vom Rosmarin, frisch gezupft dazu und vermengen. Ofen auf 200 Grad und rein damit. So ne viertel Stunde vielleicht zum gar werden.
Die Pfanne sehr heiss vorheizen, die gute Butter hinein und dann der Fisch hinterher. Warten bis sich eine Kruste bildet, also scharf mit der Temperatur und dann wenden. Wenn beide Seiten schön goldgelb sind, die Butter sollte jetzt auch schön braun sein, abdrehen, den Deckel drauf und mit der Resthitze 10 Minuten ziehen lassen. Garprobe mit der Gabel.
In der Zwischenzeit den Herd bei 250 Grad mit Umluft auheizen und die Kartoffel-Scheiben nach mehrmaligem Wenden schön knusprig backen.
Sooo, jetzt ist der Tisch ja bereits gedeckt, gleich kann es losgehen. Ach, nicht vergessen den Reserva atmen lassen. Also gleich zu Beginn mit dem Anlegen der Kochschürze das Fläschlein öffnen.
Den fertigen Fisch erst nach dem Servieren mit Salz und Pfeffer würzen. Jeder wie er es eben mag. Dem Salz ist das egal und der Pfeffer verbrennt so nicht! Den Pfeffer könntet ihr aber schon in den letzten Minuten in die Pfanne geben, damit es seine Kraft, das Piperin, richtig entfaltet.
Und zu guter Letzt, etwas von der frischen Zitrone darüber geträufelt… Petri und Guten Appetit!
– Jörg –
Frisch geräucherte Forelle – von Jörg
Ein Ausflug an unsere schöne Ostsee oder den Forellenbach und nichts steht dem Räucherabenteuer mehr im Weg.
Die Zubereitung ist denkbar einfach. Das Räuchern ist kein Hexenwerk und macht zudem großen Spass. Vor allem mit Freunden ringsherum, ein Bierchen und ne Menge frischer Luft!
Zutaten: Ne schöne Forelle oder 2 oder 3
- Salz
- Senfkörner
- Wacholderbeeren
- Lorbeerblätter
- Zitrone
- Buchenholz
- Buchenspäne
- Räucherofen
- Eimer
… ward Ihr erfolgreich am Wasser kann es auch schon losgehen.
Schritt 1: Die Forellen in Laake einlegen. Dafür braucht Ihr auf 1 Kg Fisch etwa 1 Liter Wasser, 100g Salz, 2 Esslöffel Wacholderbeeren, 2 Esslöffel Senfkörner und etwa 4-6 Lorbeerblätter. Um die Laake so richtig “effektiv”, also lecker zu machen, empfehle ich Euch, soweit möglich, das ganze in einem Liter Wasser, also die Gewürze, kurz aufzukochen. Dann zum restlichen Wasser, je nachdem wieviel Kilo Gewicht Ihr räuchern wollt. Die Flüssigkeit sollte kühl und nicht warm sein, wenn der Fisch dazu kommt. Natürlich die Fisches ordentlich ausgenommen und ohne Kiemen. Auf 4 Kilo Fisch, kämen also zur erhitzten Flüssigkeit noch drei Liter kaltes Wasser hinzu. (Unsere Fische waren recht groß, deshalb haben wir die Schwanzteile gegraved und die Vorderteile geräuchert)
Schritt 2: Der entspannte Teil. Die Fische sollten mindestens 12 Stunden bis 24 Stunden in der Laake bleiben. Immer mal den Eimer schütteln und wieder kalt stellen.
Dann wieder ans Wasser und weiter entspannt angeln.
Schritt 3: Lagen die Fische lange genug in der Laake, müssen sie nun ordentlich trocknen. Also raus aus der Brühe und mit Zewa schööön innen und außen abgetupft. Dann am besten die Räucherhaken durch das Maul einfädeln und mindestens zwei Haken in den Wirbelsäulenbereich befestigen. Findert eine schöne windige Stelle, nicht in der prallen Sonne, hier etwa 1 Stunde, je nach Euren Bedingungen, den Fisch an der frischen Luft trocknen lassen.
Schritt 4: Das Heißgaren. Es gibt natürlich wie immer hundert verschiedene Arten und jeder macht es anders, so ist das. Ich mache es wie folgt. Nun etwa 1 Stunde heiß garen im Räucherofen bei 100-150 Grad. Das tötet mögliche “böse” Erreger im Restwasser und Fleisch und macht den Fisch gar. Ist Euer Fisch zb. eine 40er Forelle, würde ich weniger als 1 Stunde empfehlen. Mindestens aber 15 Minuten bei über 100 Grad.
Ist das geschafft, kommt das Buchenmehl an den Start.
Schritt 5: Nun das heiß ersehnte wirkliche Räuchern. Das Feuer nebst Glut mit dem Buchenmehl ersticken und Deckel komplett zu. Jetzt raucht und riecht es schon zum Anbeißen. Aber noch etwas Geduld. Das eigentliche Räuchern im Buchenrauch sollte mindestens 30- 60 Minuten dauern. Dabei ist es wichtig, die Temperatur durch das Ersticken herunter zu bekommen. Also irgend etwas zwischen 30 und 60 Grad. Ich nutze zum Temperatur messen ein Bratenthermometer mit flexiblen Schlauch, welches ich einfach mit der Messspitze auf Höhe der Fischmitte positioniere und zwischen Ofen und Deckel durchführe.
Schritt 6: Der Genuss. Habt ihr alles richtig gemacht, sollte die äußere Haut jetzt schön goldbrauch sein. Auf unserem Bild ist die Haut leicht angekokelt, was der wirklichen Dicke des Fisches und damit verbundener längerer Garzeit geschuldet war.
Und nun fix auf`n Teller und mit den Fingern oder Gabel ein noch warmes Stückchen in den Mund geschoben.
Guten Appetit – Jörg